Interkommunale Qualifizierung zum Handlungsfeld Steuerung und Koordination

Rückblick: Interkommunale Qualifizierung "Spitzen für BNE begeistern"

Am 15. November 2023 fand die zweite Interkommunale Qualifizierung in der aktuellen Förderphase statt. Wie schon bei der letzten Veranstaltung in diesem Format waren nicht nur Vertreter:innen aus den Modellkommunen, sondern auch Mitglieder des Partnernetzwerks Kommune und Bildungskommunen mit BNE-Schwerpunkt anwesend.

Unter dem Titel „Spitzen für BNE begeistern“ ging es inhaltlich darum, wie die Einbindung der strategischen und/oder politischen Ebene in die aktuellen BNE-bezogenen Projekte und Vorhaben gelingen kann. Mit fast 40 Teilnehmenden konnte dieser Frage nachgegangen werden.

Im ersten Teil der Veranstaltung, durch den Dr. Lea Schütze (Projektleitung am Standort Süd) führte, ging es darum, auf die eigene Situation zu blicken. Wo stehe ich in der Gesamthierarchie der Verwaltung? Was sind meine Herausforderungen in der Kommunikation mit der Spitze? Nach einem kurzen Input hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit in Zweiergruppen ihre aktuelle Situation und mögliche Lösungswege zur Einbindung der Spitze zu diskutieren.

Im Anschluss gab Kommunikationsexperte Michael Danner Impulse für Kommunikation und Motivation für BNE. Er betonte die Wichtigkeit, verständlich und wertschätzend zu kommunizieren und stellte zur Erreichung der Zielgruppe z.B. das KISS-Prinzip (Keep It Short and Simple) vor. Weitere Hebel in der Kommunikation und Motivation sind immer wieder die Mehrwerte von BNE für die Kommune zu verdeutlichen, Verbündete zu finden sowie eine gemeinsame Grundlage, im Sinne eines gemeinsamen Verständnisses für Nachhaltige Entwicklung, zu schaffen.

Im letzten Teil der Veranstaltung führte Prof. Dr. Dieter Rink (Projektleitung Forschungsstandort Leipzig) ein Interview mit Dr. Stefanie Kaygusuz-Schurmann, Leiterin des Fachbereichs Bildung und Integration der Stadt Cottbus und Rudolph Pohl, Referent im Referat Nachhaltige Entwicklung und Klimaschutz der Stadt Leipzig, durch. Im Gespräch ging es darum, wie unsere Ansprechpersonen in den Kommunen Wege gefunden haben, die Leitungsebene(n) bzw. die politische Spitze anzusprechen und in den BNE-Prozess einzubinden. 

In der abschließenden Diskussion wurde thematisiert, wie sich der Mehrwert von BNE in die Verwaltung vermitteln lässt, ohne dass dies als zusätzliches Thema begriffen wird. Genau in der Darstellung von BNE als Vehikel einer notwendigen Veränderung liegt der Schlüssel, so die Teilnehmenden. Dafür muss Nachhaltigkeit als Leitthema der Kommune und ihrer Verwaltung insgesamt gesehen werden, an das sich BNE als Instrument der Transformation einbinden lässt. Auch gegenüber der Leitungsebene lässt sich die Notwendigkeit von BNE damit nicht als Bürde und weiteres, zusätzliches Thema sehen, sondern als Werkzeug des Wandels.

| Birgit Dittrich